Anders herum käme sofort die Antisemitismuskeule

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    • Anders herum käme sofort die Antisemitismuskeule

      Aber in diese Richtung ist alles erlaubt:


      Eva Andres12.07.2012 | 18:31 Uhr

      Zivilisation

      Es ist einzigartig wie hysterisch die deutschen Weiber und Männer zu diesem Thema sich ins Zeug werfen.

      Die Relegions Freiheit der Juden in Deutschland sollte un an tastbar sein, gerade die Verbrecherinen und Verbrecher des Dritten Reiches haben jüdische Kinder in die Flammen der Krematorien geworfen. Sind die Deutschen Nachgeborenen immer noch so unzivilisiert...? das wird schwere Folgen haben für den hässlichen Deutschen der einfach nicht aus stirbt.

      Aber lassen wir uns vernünftig reden. Ich schlage einen Kompromiss vor...!

      Wenn im alten Europa wirklich die kollektive Kastration von Deutschen endlich durchgesetzt wird könnte man doch den Juden vorschlagen aufzuhören sich zu beschneiden...!
      Hab ich nicht eine geniale Idee...?


      cicero.de/salon/zwischen-vorha…gionsmythen/51154/seite/2

      Man stelle sich mal vor, jemand schriebe von "jüdischen Weibern", von dem "hässlichen Juden", oder entwickelte Kastrationsphantasien gegen Juden. Da würde der Staatsanwalt sofort aktiv, jede Wette.
      Dazu kommt dann noch die mehr-schlecht-als-Rechtschreibung.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf
    • Mir fehlen die Worte, wenn ich diesen Eva-Andres-"Kommentar" lese.

      Andererseits ist es gar nicht so schlecht, einmal wieder vor Augen geführt zu bekommen, wie in gewissen Kreisen über die Deutschen gedacht und gesprochen wird. Ich wünschte mir, möglichst viele Menschen könnten jenen aufschlussreichen Wortbeitrag lesen.

      Natürlich fehlt darin nicht der stereotype Hinweis auf die Vergangenheit. Es gibt ja inzwischen wohl kaum etwas, was man Deutschland noch nicht vorgeworfen hat. Hieb- und stichfeste Beweise oder gar eine kontroverse Diskussion darüber waren sowieso weder benötigt, geschweige denn erwünscht.

      Ich habe, mal da, mal dort, schon ähnlich klingende "Segenswünsche" gegenüber den Deutschen gelesen, sogar schon aus der Kaiserzeit und den Zwanzigerjahren. Ich fahnde gerade nach der Quelle dafür.
    • KEIN Volk kann wohl von sich ehrlicherweise behaupten, keine dunklen Kapitel in seiner Vergangenheit oder gar Gegenwart zu besitzen. Oder nenne mir bitte eines. Ich finde als Österreicher dieses ununterbrochene Deutschen-Bashing, das die Welt seit 80, wenn nicht 100 Jahren erlebt, mehr als ungerecht. Für mich ist dieses einseitige Hinhauen und gleichzeitige Weglenken von sich selbst sogar pure Berechnung.

      Wenn es dich WIRKLICH interessiert, mit mir kontrovers zu diskutieren und du eine ehrliche Frage hast, dann bitte als private Nachricht. Das wäre hier in diesem Forum logischerweise OT.
    • Annuntiator schrieb:

      Natürlich fehlt darin nicht der stereotype Hinweis auf die Vergangenheit. Es gibt ja inzwischen wohl kaum etwas, was man Deutschland noch nicht vorgeworfen hat. Hieb- und stichfeste Beweise oder gar eine kontroverse Diskussion darüber waren sowieso weder benötigt, geschweige denn erwünscht.
      Hallo Annuntiator, diese Textstelle ist für mich gerade missverständlich. Weißt Du, man könnte als unbefangener Leser auf die Idee kommen, das so zu verstehen, es sei damit gemeint, dass es die Schrecken der Nazidiktatur und des Holocausts nicht gegeben habe, also insofern, dass es für Verbrechen der Vergangenheit keine hieb- und stichfesten Beweise gebe.

      Das hast vermutlich nicht so gemeint, denn Dir ging es daraufhin darum, dass Du es nicht in Ordnung findest, wenn Leute anderer Nationen/ Kulturkreise sich mit "Deutschen-Bashing" vergnügen und dabei gar nichts Anrüchiges finden. Sehr gut fand ich etwa die Bemerkung:

      Annuntiator schrieb:

      Für mich ist dieses einseitige Hinhauen und gleichzeitige Weglenken von sich selbst sogar pure Berechnung.


      Ich wäre Dir allerdings sehr dankbar, wenn Du nochmals genau erläutern würdest, was Du mit dem zitierten Text gemeint hast, und das ist meiner Meinung nach auch nicht OT.
    • Hallo Maria, ich finde es großartig, dass gerade du, die du ja laut eigenen Angaben aus einer knabenbeschneidenden Gesellschaft stammst, dir über alle Widerstände hinweg deinen eigenen Kopf bewahrt hast. Das verdient hohe Anerkennung.

      Du hast mich ganz richtig verstanden: Weder die "Schrecken der Nazidiktatur und des Holocausts", noch die Schrecken aller übrigen Diktaturen oder Schreckensherrschaften bzw. eines Völkermordes oder Sklavenjagd in jedwedem Land bzw. Kontinent und durch alle Zeiten dürfen vergessen oder verdrängt werden. Nur so kann die Menschheit daraus lernen. Einseitige Schuldvorwürfe verhindern aber genau das.

      Deshalb empfinde ich es als eine Ungeheuerlichkeit, mithilfe von Vorwürfen bezüglich der Vergangenheit, noch dazu in Tateinheit mit einer Genoziddrohung, gegenwärtiges Unrecht zu verteidigen: "... wie hysterisch die deutschen Weiber und Männer... Die Relegions Freiheit der Juden in Deutschland sollte un an tastbar
      sein, gerade die Verbrecherinen und Verbrecher des Dritten Reiches haben
      jüdische Kinder in die Flammen der Krematorien geworfen. Sind die
      Deutschen Nachgeborenen immer noch so unzivilisiert...? das wird schwere
      Folgen haben für den hässlichen Deutschen der einfach nicht aus stirbt."
      So etwas erschreckt mich zutiefst. Ich hatte immer geglaubt, Juden würden in unserer Zeit wieder gerne in Deutschland leben, sich auch als Deutsche fühlen, die zu diesem Land stehen, nicht nur als "Juden in Deutschland", die von Fall zu Fall mittels Schuldvorwürfen(!) kleinere und auch größere Gefälligkeiten erzwingen wollen.

      Ich hoffe einfach, dass diese fürchterliche Drohung nur eine seltene, verwirrte Einzelmeinung darstellt.
      Bitte verzeihe meine unverblümten, offenen Worte, aber du hast mich danach gefragt. Ich kann es nicht anders ausdrücken.
    • Die Aussagen der Kommentatorin sind in ihrem Rassismus und Menschenverachtung ohnehin für jeden seriösen Kommentar - jenseits einer Verurteilung- zu Schade.
      Wer so was schreibt und dannoch ernst meint - egal über welches Volk oder kulturelle/religiöse Menschengruppe- hat sich eigentlich selbst disqualifiziert. Selbst im Rahmen weit gesetzer Grenzen der Polemik, blieb dieser Kommentare unsäglich.

      Die Aussage ist nur vor dem Hintergrund interessant, dass diese Aussage scheinbar die Vorab-Zensur des Cicero-Kommentarbereichs überstanden hat.

      So etwas erschreckt mich zutiefst. Ich hatte immer geglaubt,
      Juden würden in unserer Zeit wieder gerne in Deutschland leben, sich
      auch als Deutsche fühlen, die zu diesem Land stehen, nicht nur als "Juden in Deutschland", die im Fall des Falles mittels Schuldvorwürfen(!) kleinere und auch größere Gefälligkeiten erzwingen wollen. N
      Die Kommentator/in ist wahrscheinlich selbst gar nicht jüdisch, gebraucht die Juden und das an den europäischen Juden begangene Unrecht der jüngsten Vergagenheit, oder besser gesagt missbraucht sie, als eine Art Scheinbegründung für ihre rassistischen Verbalausfälle.
    • Hallo Annuntiator,

      Danke für Deine Klarstellung, sie war mir wichtig. Dir geht es nicht um eine Verdrängung oder eine Negation der Vergangenheit, sondern um ihre Instrumentalisierung zu bestimmten Zwecken.

      Ich selbst stamme nicht aus einer beschneidenden Kultur. Hatte ich das denn irgendwo erwähnt? :huh: Nein, ich kann es mir leider nicht zugute halten, den gedanklichen Sprung aus einer pro-Beschneidungs-Tradition geschafft zu haben und mir MGM offen und unkonditioniert bewusst zu machen.

      Im Übrigen stimme ich Dir und allen anderen voll zu, was Kritik an dieser Kommentatorin betrifft. Ich lese so etwas leider nicht zum ersten Mal. Und mir ist es, wie auch Dir, vollkommen egal, aus welcher Gruppe solche Aussagen kommen und gegen welche Gruppe sie sich richten. Es geht nur um die Aussagen, und solche Aussagen und ein solches Gebaren sind zu verurteilen.

      Die Gedankenwelt dieser Fanatiker kann schier unglaubliche Ausmaße annehmen. Manche entwickeln Mordphantasien gegenüber Beschneidungskritikern und sprechen sie offen aus, manche glauben steif und fest daran, alle Beschneidungskritiker würden Tag und Nacht den "Stürmer" lesen und seien Nazis vom Schlage der SS usw. Der zitierte Kommentar ist keineswegs ein Einzelfall.

      Ich vermisse oft eine Distanzierung der vernünftigen Leute der entsprechenden Communities von solchen Chaoten.
    • Hallo Maria,

      das hast du sehr gut auf den Punkt gebracht. Danke!

      Maria Werner schrieb:

      Danke für Deine Klarstellung, sie war mir wichtig. Dir geht es nicht um eine Verdrängung oder eine Negation der Vergangenheit, sondern um ihre Instrumentalisierung zu bestimmten Zwecken.

      Entschuldige bitte, dann habe ich ein älteres Posting von dir falsch interpretiert oder "schlimmstenfalls" dich offenbar mit jemandem verwechselt. Soll aber nichts an meinem Respekt vor deinem Einsatz für die gute Sache ändern.

      Maria Werner schrieb:

      Ich selbst stamme nicht aus einer beschneidenden Kultur. Hatte ich das denn irgendwo erwähnt? :huh: Nein, ich kann es mir leider nicht zugute halten, den gedanklichen Sprung aus einer pro-Beschneidungs-Tradition geschafft zu haben und mir MGM offen und unkonditioniert bewusst zu machen.
    • In diesem Zusammenhang muss auch an den Brechdurchfall von Feridun Zaimoglu in der FAZ erinnert werden, immerhin kein Leserkommentar, der durch die Vorzensur gerutscht ist sondern ein Interview, ein richtiger Artikel.

      Deutschland macht sich lächerlich


      beschneidungsforum.de/index.ph…D=2747&highlight=zaimoglu

      Da sind die hysterischen Weiber dann "streitsüchtige keifende Frauen, die wie die Wildsau durchs Unterholz krachen". Bzw. Krawallschwestern.

      Ja, Zaimoglu ist natürlich nicht blöd, er vermeidet das D-Wort weitgehend. Aber es ist klar, wen er meint mit

      bloße Behaupter, selbstbesoffene Profilneurotiker, Geiferer, Muslimhasser, unbedarfte Bürger, Blöde, Zensoren ,Blechaufklärer, im
      Schlafzimmer anderer Leute, Nachplapperer, Wildsäue, Krawallschwestern,
      Untersteller, Zerstörer, Verunglimpfer (sic!), Unterleibsschnüffler, Schwätzer,
      Einflüsterer, Rüpel.


      Damit meint der nicht die muslimischen Deutschen, und auch nicht die jüdischen Deutschen. Er meint die "Mehrheitsdeutschen".
      Und das ist eben auch Rassismus, und genau nichts anderes.

      Ich werde öfter von unbedarften Bürgern angesprochen. Sie können zwar keinen richtigen deutschen Satz aufsagen, plappern aber alles nach.


      Ja die deutschen Deppen können noch nicht mal ihre eigene Sprache. Gut, dass wir den Besser-Deutschen Zaimoglu haben, der ist nicht nur deutsch, der ist sogar Preuße! Besser geht nicht....
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf