Beschneidungsfetischismus?

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    • Beschneidungsfetischismus?

      Weguer schrieb:

      gefunden auf netdoktor.at. Diese Dame ist eine von vielen, die - damals noch ohne eine gesetzgeberische Erlaubnis in der Hand - Ihrer elterlichen Fürsorgepflicht nachkam und die ungestörte Masturbation ihres Sohnes eben nicht glorifizierte, sondern erfolgreich eindämmte.
      Ich kann mir kaum Vorstellen, dass es hier um eine wahre Gegebenheit handelt. Vielmehr bin ich der Meinung, dass auf diesem Forum Menschen ihren Fetischen nachgehen.
    • noskin schrieb:

      Weguer schrieb:

      gefunden auf netdoktor.at. Diese Dame ist eine von vielen, die - damals noch ohne eine gesetzgeberische Erlaubnis in der Hand - Ihrer elterlichen Fürsorgepflicht nachkam und die ungestörte Masturbation ihres Sohnes eben nicht glorifizierte, sondern erfolgreich eindämmte.
      Ich kann mir kaum Vorstellen, dass es hier um eine wahre Gegebenheit handelt. Vielmehr bin ich der Meinung, dass auf diesem Forum Menschen ihren Fetischen nachgehen.

      Das sehe ich auch so. Die Sprache ist verräterisch. Viele Fetischisten sind in diesen Foren unterwegs und geben sich als Mütter, Ärztinnen oder Schul- und Internatsdirektorinnen aus. Dort leben sie ihre Fantasien von einer " besonders strammen" Beschneidung, veranlasst durch die Mutter oder Schuldirektorin o.ä. usw aus. Hier ist höchste Vorsicht geboten, viele dieser " Erlebnisberichte" sind höchstwahrscheinlich Fakes.
    • Niemals werden Jungen zur Masturbationsverhinderung beschnitten ....????

      @Noskin, @Picard_72
      Das sehe ich absolut nicht so. Männer sind offensichtlich auch bei Euch immer Täter und Frauen nur asexuelle äußerst soziale Wesen. Daher können solche Taten nur sexuelle Phantasien von Männern sein. Andererseits wird unseren Vätern und Großvätern immer vorgeworfen, sie hätten alles gewusst, obwohl es damals noch gar kein Internet gab. Jetzt gibt es Internet aber es sind alles nur sexuelle Phantasien.

      Es gab allerdings eine Beschneidungpropagandaseite Namens Alexas Forum in der sich eine Frau Alexa Grammer, alleinerziehende Mutter aus Stuttgart, mit Adresse und Fotos von sich und den auf ihren Wunsch genitalverstümmelten Sohn vorstellte. Da tummelten sich dann Frauen, die Fotos von besonders stramm beschnittenen Jungen posteten, deren Penisse zu stramm beschnitten waren um noch genügend Haut zum Hängen zu haben. Das fanden die werten Damen toll. Und selbstverständlich wurde immer über das böse zu verhindernde Masturbieren diskutiert. Meine Vermutung warum dies gerade bei Alleinerziehenden so wichtig ist: Bei Paaren die nicht mehr miteinander können, wird wohl offensichtlich der Geschlechtsverkehr durch Selbstbefriedigung ersetzt. Durch dieses widerliche Masturbieren verlieren daher die Frauen die sexuelle Macht über ihre Nochehemänner. Und dem kann man zumindest beim Sohn durch eine entsprechende Beschneidung abhelfen. Im Buch „Von der Mutter missbraucht“ von Holmes werden auf über 500 Seiten Missbrauch von Müttern an ihren Kindern aus Gerichtsprotokollen dokumentiert. 30% der jugendlichen Sexualstraftäter wurden von der Mutter missbraucht. (Forschungsbericht aus einem Berliner Jugendgefängnis) Wenn nur 10% der angezeigten sexuellen Straftaten Frauen als Täter sehen, so liegt das vor allem daran, dass die sexuelle Integrität von Jungen nicht für wichtig genommen wird. Die Väter die ihre Töchter missbrauchen landen wohl (Gott sei Dank) großteils vor Gericht. Söhne die von der Mutter missbraucht werden, finden das zu 50% toll, als Einführung in die Sexualität, während der Missbrauch durch den Vater bei 85 % der Fälle als äußerst negativ empfunden wird, da Homosexualität eben als gesellschaftlich nicht akzeptabel gilt. Da kann auch ein schwuler Außenminister darüber nicht hinwegtäuschen, auch wenn er sich noch so um eine Schlechterstellung der Jungen gegenüber Mädchen bemüht. Da sich dann auf Alexas Forum Leute wie ich meldeten, wollte die liebe Frau Grammer Ihre Internetseite nicht mehr weiter bezahlen. Das Forum lief noch bis es zugespamt wurde.

      Aber alles nicht wahr, nur Männer haben sexuelle Fantasien, Frauen sind soziale Wesen …

      Selbstverständlich ist nicht alles wahr was im Internet steht. Aber es ist auch nicht alles unwahr. Oder wie sagt da Christian Morgenstern: Denn so schließt er messerscharf, nicht sein kann was nicht sein darf. Aber diese sogenannten Fantasien umzusetzen ist wohl sehr einfach: Die Duldung gab es schon vor dem Beschneidungsgesetz, und jetzt gibt es sogar ein gesetzliches Recht dazu!!!!!!
    • Manfred schrieb:

      Jetzt gibt es Internet aber es sind alles nur sexuelle Phantasien.
      Man kann sich vielleicht darauf einigen, dass es einiges bis vieles an Provokation und Fakes gibt.
      Sich aber überhaupt damit zu beschäftigen solche Fakes zu fertigen, spricht schon für einen angegriffenen Intellekt. Und von denen, die sich gedanklich damit beschäftigen, gibt es hoffentlich nur wenige, die das tatsächlich machen. Aber wer weiss das schon? Da ist etwas, das schwer quantifizierbar ist. Gerade dadurch, dass Frauen im kollektiven Unbewussten unfähig sind so etwas zu tun, fällt es schwer sich das vorzustellen. Da dürfte aber mehr sein, als man sich vorstellen mag.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Manfred schrieb:

      @Noskin, @Picard_72
      Das sehe ich absolut nicht so. Männer sind offensichtlich auch bei Euch immer Täter und Frauen nur asexuelle äußerst soziale Wesen. Daher können solche Taten nur sexuelle Phantasien von Männern sein.
      Diese Unterstellung weise ich entschieden zurück. Allerdings habe ich auch ziemlich intensiv in der Fetischistenszene recherchiert und meine, gewisse Sprachcodes zu erkennen. Im Übrigen habe ich ( und auch noskin ) niemals behauptet, dass der Schreiber ein Mann sein muss. Wir haben lediglich den realen Hintergrund des von Weguer zitierten Eintrages angezweifelt. Ich habe viele solcher " Geschichten" gelesen und gerade dieser klingt mE wie eine in der Fetischistenszene durchaus verbreitete " Bestrafungsfantasie ". Ich bleibe dabei, dass man hier längst nicht alles für bare Münze nehmen darf, es schadet letztendlich der Seriosität unseres Anliegens, wenn wir hier Fantasiebeiträge als ( Negativ-) Belege für unsere Position anführen.
    • Tatsache ist jedenfalls, dass sich derartige Fantasien ganz leicht in die Tat umsetzen lassen, eben früher mit gesetzlicher Duldung und jetzt mit expliziter gesetzlicher Erlaubnis. Klar wer keinen Jungen hat, kann von Beschneidung nur fantasieren. Wer aber Fantasie und Jungen hat … was sollte vom Umsetzen der Fantasie abhalten???

      In Wien beschneidet ein Arzt (dessen Name mir bekannt ist) Kinder für 50 Euro im Keller seines Privathauses. Es fehlt nur noch, dass er etwas bezahlt, dass er es machen darf.
    • picard_72 schrieb:

      Allerdings habe ich auch ziemlich intensiv in der Fetischistenszene recherchiert und meine, gewisse Sprachcodes zu erkennen.

      Volle Zustimmung. Übrigens gibt es meiner Beobachtung nach Unterschiede zwischen englisch- und deutschsprachigen Fetischisten und "Denialists". Während verdächtig viele englischsprachige Verteidiger der Beschneidung häufiger zu Taktiken greifen wie z.B. zu der Behauptung, "freiwillig als Erwachsener" beschnitten worden zu sein und (klaro...) "nur Vorteile" zu sehen, sind in deutschsprachigen Foren verdächtig viele "Frauen" unterwegs, die vor allem dann sofort auffallen, wenn im selben Forum auch echte Frauen posten. Manchmal erkennt man das sogar schon sehr eindeutig an den wenig einfallsreichen Benutzernamen wie "Elfriede". Ein Mann (ich leg mich da mal ganz eindeutig fest) postet unter dem Namen "niceteen" in verschiedenen Foren. Insgesamt sind die deutschen Pro-Beschneidungs-Trolle etwas plumper im Vorgehen als ihre englischsprachigen Kollegen. Auf der Diskussionsseite des Wikipedia-Artikels hat mal ein Typ einen Selbstgespräch-"Dialog" gepostet. Dumm für ihn, dass aus der Bearbeitungsgeschichte der Seite eindeutig hervorgeht, dass er "Frage" und "Antwort" im selben Edit gepostet hatte...

      Klar gibt es auch Frauen, die sich positiv oder (viel häufiger) neutral/ignorant dem Thema gegenüber äußern. Und bestimmt gibt es auch die eine oder andere Frau, die aus welchen Gründen auch immer tatsächlich eine Vorliebe für beschnittene Männer hat. Wenn ich jedoch bestimmte immer wieder auftauchende Dinge lese, bin ich sehr sicher, dass es sich eher um einen Mann handelt, und nicht wirklich um eine Frau. Eine Frau äußert typischerweise lapidar ihre Vorliebe, während ein als Frau postender Mann eher seinen Trauma-Fetisch des Beschneidungsakts betont. Und wenn jemand als "Niceteen" postet und sich in diversen Foren *ausschließlich* zum Thema Beschneidung äußert, dann steckt dahinter m.E.n. ganz eindeutig ein männlicher Fetischist -- und zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein schwer traumatisierter persönlich betroffener Mann, der sein Trauma nicht anders artikulieren kann als in Foren einhändig als "Frau" zu posten.

      Manfred schrieb:

      Aber alles nicht wahr, nur Männer haben sexuelle Fantasien, Frauen sind soziale Wesen …

      Selbstverständlich ist nicht alles wahr was im Internet steht. Aber es ist auch nicht alles unwahr. Oder wie sagt da Christian Morgenstern: Denn so schließt er messerscharf, nicht sein kann was nicht sein darf. Aber diese sogenannten Fantasien umzusetzen ist wohl sehr einfach: Die Duldung gab es schon vor dem Beschneidungsgesetz, und jetzt gibt es sogar ein gesetzliches Recht dazu!!!!!!

      Entspann dich mal. Wir reden hier von einem ganz spezifischen Phänomen. Keiner hat hier behauptet, dass es unter Frauen keine Wirrköpfe gibt. Aber als "Frauen" postende Männer sind in deutschsprachigen Foren tatsächlich erstaunlich häufig, insbesondere im Vergleich zu englischsprachigen Seiten. Das wird man ja wohl mal ansprechen dürfen, ohne dass sich sofort jemand berufen fühlt, die "Men's Rights"-Lanze für die Männer dieser Welt zu brechen. Oder sind wir in deinen Augen dadurch sofort "kastrierte Pudel", wenn wir mal eine Sache ansprechen, die nunmal nur Männer betrifft, nämlich als Frauen postende Männer? Manchmal zweifel ich echt an der geistigen Gesundheit der Men's-Rights-Bewegung.
    • generic_username schrieb:

      Klar gibt es auch Frauen, die sich positiv oder (viel häufiger) neutral/ignorant dem Thema gegenüber äußern. Und bestimmt gibt es auch die eine oder andere Frau, die aus welchen Gründen auch immer tatsächlich eine Vorliebe für beschnittene Männer hat.
      Es ist merkwürdig, aber bei allen Anbahnungen in meinem Leben, hat mich noch keine nach meinem Status gefragt, oder wäre weggelaufen, nachdem sie mich zunächst reizvoll fand, jedoch feststellen musste, dass ich intakt bin.
      Schönste Frau der Welt (meine) sagt, man sucht nicht nach einem beschnittenen Penis, sondern etabliert den Kontakt über eine vielzahl anderer Kriterien. Liegt man dann erstmal im Bett, weil sich diese Kriterien als ausreichend erfüllt erwiesen haben und man sich eine längere Beziehung überhaupt vorstellen kann, dann sollte natürlich der Sex auch klappen, damit habe aber insgesamt das Vorhandensein einer Vorhaut wenig zu tun. Die Ausnahme bildet natürlich die Diskothekenbekanntschaft, die auf dem Diskotheken-WC oder der Rückbank eines Autos gleich einen sexuellen Verlauf nimmt.
      Insofern neige ich auch dazu zu glauben, dass es zwar die Internatsvorsteherin gibt, die ihre Machtposition u.a. auch damit zementiert, dass sie die Eltern (vornehmlich die Mütter) davon überzeugt, dass eine Beschneidung in jeder Hinsicht toll ist. Aber, die Mehrzahl der Fetischistenposts dürften von beschnittenen Männern kommen, die ihren Status einer sozialen Akzeptanz zuführen wollen, obschon sie selbst damit ein Mangelempfinden erleben.

      So, ihr Lieben, wir befinden uns alle im religiösen Bereich und glauben (oder nicht) dass dem so ist.
      Insofern, dürften die Aspekte der Problematik ausreichend ausgetauscht sein, und die Gefahr bestehen sich die Köpfe einzuschlagen, über eine Glaubensfrage.

      M.E. sollten Glaubensfragen (und das ist es wohl, wenn keine Zahlen gewinnbar sind) nicht die Grundlage einer Kontroverse sein. Das überlassen wir besser dem ZdJ und ZdM.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Guy schrieb:

      Es ist merkwürdig, aber bei allen Anbahnungen in meinem Leben, hat mich noch keine nach meinem Status gefragt, oder wäre weggelaufen, nachdem sie mich zunächst reizvoll fand, jedoch feststellen musste, dass ich intakt bin.

      Darum geht es hier gerade überhaupt nicht, da hast du etwas missverstanden. Es geht hier um Frauen (echte und falsche), die in Internetforen entsprechende Vorlieben äußern. Und um die Frage, ob und wie man unterscheiden kann zwischen ehrlichen Präferenzen einerseits (und die gibt es bei manchen Frauen, auch wenn deine Frau was anderes sagt, immerhin ist sie nicht die einzige Frau der Welt und hat nicht Einblick in alle anderen Frauengehirne, oder?) und Fetischisten andererseits (das können, wie Manfred sagt, Frauen sein, sind aber meiner Meinung nach meistens Männer, die als Frauen posten).

      Guy schrieb:

      Aber, die Mehrzahl der Fetischistenposts dürften von beschnittenen Männern kommen, die ihren Status einer sozialen Akzeptanz zuführen wollen, obschon sie selbst damit ein Mangelempfinden erleben.

      Das Ganze ist ein wenig komplizierter und es gibt vielfältige mögliche Beweggründe, aber das dürfte bei manchen ein Teilgrund sein.

      Guy schrieb:

      Insofern, dürften die Aspekte der Problematik ausreichend ausgetauscht sein, und die Gefahr bestehen sich die Köpfe einzuschlagen, über eine Glaubensfrage.

      Dann ignoriere den Thread ab jetzt einfach.

      Guy schrieb:

      M.E. sollten Glaubensfragen (und das ist es wohl, wenn keine Zahlen gewinnbar sind) nicht die Grundlage einer Kontroverse sein. Das überlassen wir besser dem ZdJ und ZdM.

      Kein Mensch redet hier von "Glaubensfragen", außer dir. Lass uns bitte in Ruhe diskutieren.
    • Guy schrieb:

      Man kann sich vielleicht darauf einigen, dass es einiges bis vieles an Provokation und Fakes gibt.


      Das ist ein echtes Problem, und es wird dieses Phänomen auch beim Thema Genitalverstümmelung geben. Es dürfte sowohl falsche Täter als auch falsche Opfer geben, aus unterschiedlichen Gründen (Beachtung, Mitleid heischen, Trollerei, agents provocateurs)
      Wenn z.B. jemand jemand unter diversen Pseudonymen von Forum zu Form hopst und erzählt, dass sich er im Erwachsenenalter hat vorhaut-amputieren lassen, und prahlt, dass danach "alles viel besser war" - niemand weiß, ob er nicht schon als Baby zwangsverstümmelt wurde, und es gar nicht anders kennt.
      Ebenso weiß man nicht, ob einer, der sich als Opfer einer kindlichen Zwangsverstümmelung hinstellt überhaupt wirklich jemals seine Vorhaut verloren hat. Man kann per Internet nicht anderen in die Hose gucken (und das ist auch gut so).
      Das gibt es auch auf vielen anderen Gebieten. Z.B. behauptet ein Mädchen, in der U-Bahn (nachmittags, vor anderen Fahrgästen) von mehreren Männern vergewaltigt worden zu sein, und niemand hätte ihr geholfen. Eine Riesen-Betroffenheitswelle rollt an! Typisch für unsere Zeit - wo alle einfach wegschauen!, Frauen kommt niemand zur Hilfe!, etc... Bloß: alles war erstunken und erlogen.
      Oder ein junge Frau gibt an, durch eine Fehlfunktion einer Tür aus einem fahrenden Zug gefallen, und auf dem Nachbargleis von einem Schnellzug überrollt worden zu sein. Wieder: Riesen-Betroffenheit! Skandal! Hängt die Bundesbahn! Die junge Frau schafft es sogar zu Günter Jauch. Bloß: ihr könnt es euch denken...
      Manchmal gibt es Serien-Opfer, die über Jahre übelst missbraucht werden mehrere Unschuldige nach und nach ins Gefängnis bringen ja, denen Gutachter sogar immer wieder ihre Glaubwürdigkeit bestätigen - denen ganz erstaunlich lange geglaubt wird, bis sie irgendwann die Schraube einfach total überdrehen. Manchmal heißt die Ursache Borderline-Syndrom.

      Es gibt sogar"Kostümjuden", die jahrelang über die Lande tingeln, sich als KZ-Opfer verkaufen,Vorträge halten, z.B. vor Schulkindern, Ergreifende Erlebnisse schildern, sich dabei in der Aufmerksamkeit sonnen, die Betroffenheit aller genießen, Blumensträuße überreicht bekommen..

      z.B.:
      weser-kurier.de/region/oldenbu…es-Leben-_arid,75167.html

      Das ist schlimm für die tatsächlichen Opfer und schlimm ist auch: solche Fälle werden dann von den Nazis hochgehalten: seht her, es gab gar keinen Holocaust, alles erfunden!

      Und das waren jetzt Beispiele von Personen die "real" in der Öffentlichkeit aufgetreten sind, mit dem Risiko, zur Verantwortung gezogen zu werden. In anonymen Internet-Foren spinnt sich das "Seemannsgarn" natürlich noch viel einfacher und riskoloser.

      Aber andererseits wäre es schlimm, wenn man jetzt denen, die ihre Leiden durch die Beschneidung erzählen mit Misstrauen begegnen würde. Das ist ein Dilemma.
      Von den Verstümmlungsfans werden die Leiden der Betroffenen gerne als "anekdotisch" (also angeblich irrelevant) bezeichnet. Und Studien werden halt (wie damals beim Rauchen) gerne von interessierter Seite gemacht oder finanziert - wobei man befürchten muss, dass "unerwünschte" Resultate dann - wie damals bei der Tabakindustrie - im Panzerschrank verbleiben.
      You gotta fight
      for kids right
      of foooooreskin!
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Aber andererseits wäre es schlimm, wenn man jetzt denen, die ihre Leiden durch die Beschneidung erzählen mit Misstrauen begegnen würde. Das ist ein Dilemma.
      Von den Verstümmlungsfans werden die Leiden der Betroffenen gerne als "anekdotisch" (also angeblich irrelevant) bezeichnet. Und Studien werden halt (wie damals beim Rauchen) gerne von interessierter Seite gemacht oder finanziert - wobei man befürchten muss, dass "unerwünschte" Resultate dann - wie damals bei der Tabakindustrie - im Panzerschrank verbleiben.
      Darum geht es in diesem Thread doch gar nicht, die in diesem Forum geposteten Beiträge in Zweifel zu ziehen. Es geht darum, dass sich in vielen Internetforen Beschneidungsfetischisten, oft unter Frauen- Fake-Profilen, tummeln, die dort mit unglaubwürdigen Stories ihre Fantasien ausleben oder Beschneidungspropaganda treiben. Es geht darum, dass wir nicht auf sowas reinfallen sollten. Klassisches Beispiel für so ein Fake ist das hier, gefunden auf netdoktor at:

      Re: Pflichtbeschneidung für Knaben


      Silke


      13. März 2009 15:51

      Bin 42 Jahre alt und Erzieherin
      an einem Knabeninternat.Ich habe gestern schon einmal geschrieben, aber
      der Beitrag muss irgendwie verlorengegangen sein.Ich stimme Elionore
      voll und ganz in Sachen Knabenbeschneidung zu.Da es an unserer Schule
      jährliche Pflichtuntersuchungen gibt,weiß ich,dass zirka 30% der Knaben
      bereits beschnitten in das Internat kommen.Verlassen tun es dann aber
      etwa 80% beschnitten,worauf wir sehr stolz sind.


      Meine Aufgabe ist es die Eltern, meißt die Mütter,von den Vorteilen
      einer Beschneidung zu überzeugen. Sehr viele reagieren sehr
      aufgeschlossen und geben die schriftliche Einwilligung,ihre Sprösslinge
      mit 10,11 Jahren beschneiden zu lassen.Die Ärzte mit denen wir
      zusammenarbeiten beschneiden mit der Plastibell Methode sehr straff und
      hoch,bis dicht an die Hoden,was mir persönlich sehr gut gefällt.Auch das
      Frenum wird komplett entfernt.Diese Beschneidungsart, bietet alle
      hygienischen,und gesundheitlichen Vorteile einer Beschneidung.Auch die
      Einschränkung der exessiven Masturbation ist damit gewährleistet,da auch
      die ganze, reizbare innere Vorhaut fast bis zum Schaftansatz entfernt
      wird. Eine positive Verhaltensweise der Knaben wird damit gefördert.Eine
      männliche Vorhaut, kann nie richtig sauber sein,da sie schon wenige
      Stunden nach dem Waschen wieder unangenehm riecht und durch die ständige
      Smegmaproduktion unsauber wird. Darum sollte die Knabenbeschneidung
      meiner Meinung nach überall Standart werden.


      Schöne Grüsse Silke


      kleiner Nachtrag noch.Es gibt
      sogar einige Eltern, bereits im Baby oder Kleinkindalter beschnittener
      Knaben,die bei uns noch einmal nachbeschneiden lassen,da sie mit den
      früheren Beschneidungen nicht zufrieden waren.Entweder wurde noch zuviel
      lose Haut übrig gelassen, oder das Frenum nicht entfernt,so das die
      Vorteile einer Knabenbeschneidung nicht richtig zum Tragen kamen.


      Das befürworte ich sehr und habe die Eltern bei ihrem Vorhaben
      unterstützt. Ein richtig beschnittenes Glied,sollte absolut glatt sein
      und keine Bewegung von Haut mehr zulassen.


      Schüne Grüsse Silke "


      Das ist doch typischer Fetischisten-Bullshit. ( Internat= Situation des Ausgeliefertseins,wird als sexuell erregend empfunden; kennt man ja auch aus der Sado-Maso-Szene; Beschneidung zur Masturbationsverhinderung = Bestrafungselement; besonders radikale Beschneidung, wo nichts mehr geht = Verstümmelungsfantasie ; veranlasst durch eine Frau= wird als sexuell erregend empfunden)

      Wer so was für echt hält, ist mE selber schuld.
    • Viele der Fetischisten die sich in den Foren tummeln sind anhand einfacher Indizien leicht zu enttarnen. Hinweise dafür sind vor allem, dass sie nichts anderes posten, als eben Beiträge zum Thema Beschneidung und die unmöglichsten Pseudos, z. B. Erzieherin in einem Knabeninternat, wählen.

      Es ist leider nicht verifizierbar, inwieweit es wirklich Personen mit Entscheidungsbefugnis gibt, die der Gedanke eine Zirkumzision in die Wege zu leiten erregt und inwieweit derartiges in der Praxis insgeheim dann tatsächlich vonstatten geht.

      Ich denke eher in den meisten Fällen ist es eher die Ignoranz (Medizinische u. Kulturell-religiöse Gründe), sowie die Scham ("wir wollen hier bei ihm nichts versäumen"), die für den Eingriff maßgebend sind.
    • generic_username schrieb:

      ...sind aber meiner Meinung nach...

      generic_username schrieb:

      ...vielfältige mögliche Beweggründe, aber das dürfte bei manchen ein Teilgrund sein...

      generic_username schrieb:

      Dann ignoriere den Thread ab jetzt einfach.
      Genau das werde ich tun. Wie man sieht, weiss keiner nichts genaues, aber jeder hat eine Meinung dazu. Es bleiben eigene Meinungen. Und das nenne ich eine Glaubensfrage.
      Und ich glaube meine, dass es sehr wenige Frauen gibt, die so krank drauf sind, wie jene Internatsleiterin.
      "sehr straff und hoch,bis dicht an die Hoden ". Was für ein quatsch an Übertreibung! Straff reicht nicht, es muss "bis dicht an die Hoden" sein.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Guy schrieb:

      Und ich glaube meine, dass es sehr wenige Frauen gibt, die so krank drauf sind, wie jene Internatsleiterin.
      "sehr straff und hoch,bis dicht an die Hoden ". Was für ein quatsch an Übertreibung! Straff reicht nicht, es muss "bis dicht an die Hoden" sein.

      es müsste ja auch erstmal ein Arzt gefunden werden, der sich für so einen Quatsch zur Verfügung stellen würde.

      Völlig bedeutungslos ist es, ob die Beiträge von Männern oder Frauen verfasst worden sind. Es handlet sich jedenfalls um mehr oder weniger gestörte Persönlichkeiten, die es wert wären, von den Staatsanwaltschaften ins Visier genommen zu werden. Solche Beiträge können andere Idioten zu Straftaten animieren.
    • Guy schrieb:


      Insofern neige ich auch dazu zu glauben, dass es zwar die Internatsvorsteherin gibt, die ihre Machtposition u.a. auch damit zementiert, dass sie die Eltern (vornehmlich die Mütter) davon überzeugt, dass eine Beschneidung in jeder Hinsicht toll ist.
      Ich revidiere meine Einschätzung. Nach nochmaliger aufmerksamer Lektüre, neige ich dazu, das für einen Fake zu halten, aus mehreren Gründen:
      • 30% Beschneidungsquote bei Eingang ins Internat (liegt zu hoch)
      • 80% bei Ausgang (ich glaube nicht, dass das möglich ist)
      • Bis dicht an die Hoden, bei Entfernung des "Frenum"s (zwei mal Frenum im Text)
      • miserable Rechtschreibung ("standart"), schlechter Stil.
      • die Vorhaut ist "reizbar". Beschneidungsbefürworter neigen dazu die Vorhaut für überflüssig und nutzlos zu halten.
      • Der Sauberkeitsfimmel... riecht schon "wenige Stunden nach dem Waschen"
      • Nachbeschneidung. Auch mit Plastibell? Welcher Arzt macht sowas überhaupt mit?
      • "Das befürworte ich sehr und habe die Eltern bei ihrem Vorhaben unterstützt." Erst überzeugt sie "meißt" die Mütter, aber am Ende haben die Eltern ein "Vorhaben".
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Solche Fakes wie diese Pseudo - Internatsleiterin sind plump und primitiv gemacht, so dass sie mit etwas Intelligenz leicht zu enttarnen wäre. Ob das Verfassen bloßer Texte nun schon alleine Anlass zu realen Straftaten ist mag ich zu bezweifeln, da die Grenzziehung zwischen noch nicht einmal klar artikulierbaren Wunsch und der Realität für die Mehrheit bestehen bleibt, Schranken nicht fallen werden.

      Für mich wäre es interessant definitiv in Erfahrung zu bringen, ob der hier beschriebenen Fetischismus und seit er auch nur in Gedanken wirklich auftritt.
    • Unter der Rubrik „Pflichtbeschneidung von Knaben“ bei netdoktor.at gab es dutzende entsprechende Postings, die größtenteils wie auch das folgende von der Redaktion wieder entfernt wurden und selbstverständlich gab es auch da immer wieder die Postings die das alles als Fakes bezeichneten, daher wurde das folgende Posting abgesetzt, das ich absolut für kein Fake halte:

      An ich kanns nicht glauben
      und Sindy!

      Leider ist davon auszugehen, dass es keine Fakes sind, da ich in einer chirurgischen Praxis im Süden Deutschlands arbeite, wo regelmäßig Knabenbeschneidungen durchgeführt werden, welche ich persönlich ohne med. Indikation ablehne. Leider bin ich durch meine Arbeit gezwungen, bei diesen zu assistieren und sage nichts dagegen, da es eine Entscheidung der Eltern (überwiegend Mütter) ist, ihre Jungen beschneiden zu lassen. In den südlichen Regionen Deutschlands und in Österreichs, denke ich sind etwa 15-20% der Frauen der Meinung von Konstanze, Silke usw. Knaben zur Masturbationsverhinderung beschneiden zu lassen. Natürlich drücken sie das in der Praxis subtiler aus und sagen Sachen wie z.b. (Mein Junge ist dauernd so aufgeregt und unruhig usw.) Wenn keine medizinischen Gründe vorliegen, lassen die meisten dann ihre Söhne Low/tight mit vollständiger Frenulektomie beschneiden. Die absolut effektivste Form der Lustbeschränkung. (leider, da ich sie den Jungen gönne) An Sindy, welche vielleicht noch ihre Meinung zur Knabenbeschneidung ändert, sollte sie einmal einen Sohn bekommen. Eine vollständige Frenulektomie ist nicht nur eine Entfernung des Bändchens zwischen Vorhaut und Eichel,sondern auch das Herausschneiden seiner Wurzel an der Unterseite der Eichel, was selbst unter örtlicher Betäubung schmerzhaft ist, da es mit tausenden Nervenenden durchsetzt ist. Dadurch wird, wie ja auch beabsichtigt, die Erregungsfähigkeit des Gliedes deutlich herabgesetzt was die Onanie sehr einschränkt, oder in manchen Fällen gar unmöglich macht, da ja auch die sensible innere Vorhaut vollständig mit entfernt wird. Mir tun diese Jungen nur leid, denen es sogar während der Op manchmal die Tränen in die Augen treibt, wenn ihr Frenulum entfernt wird. Von wegen fast schmerzlos. Diese Frauen sollten sich das Gewimmere der Jungen einmal anhören, wenn die Betäubung
      nachlässt. Schon allein der Anblick der Op , müsste jedem normal denkendem Menschen klar werden lassen, dass die Beschneidung ohne med. Grund nicht richtig sein kann. Aber es geht den Ärzten natürlich auch um nicht wenig Geld. Selbst wenn keine Phimose oder ähnliches vorliegt, wird sie bei Kassenpatienten auf den Schein geschrieben. Für mich ist jedenfalls die Beschneidung eine überflüssige, qualvolle Prozedur für die Knaben, egal welche Gründe wie (Hygiene usw.) man auch vorschiebt. Ich habe auch einen Freund mit Vorhaut und noch nie gelbe Bröckchen darunter gefunden. Aber was soll ich dagegen machen! Ich brauche meine Arbeit zumal in Zeiten wie diesen!


      Warum Guys Gründe nichts beweisen

      Die vielen %: Viele Leute geben gerne an, und übertreiben maßlos
      Internatserzieherinnen sind keine Schriftsteller
      Viele Beschneidungsbefürworter wissen vor allem, dass die Beschneidung zur Masturbationseindämmung eingeführt wurde, und jene die es gerne zur Eindämmung der Sünde der Selbstbefleckung machen lassen würden gibt es zuhauf. Und wenn das Chirurgenmagazin so zwischen den Zeilen fragt ob denn das Masturbierenkönnen nicht unnötig wäre, gibt es sicher auch Chirurgen die dieser Meinung sind. Man findet für alles einen Arzt bzw. Ärztin. Mein Vater suchte einmal einen Notar der unwahres notariell beglaubigte. Es war kein Problem. Und wie es in einem Internat ganz leicht geht, einen Jungen beschneiden zu lassen hat Lukas Stoermer in seinem Sachroman der Schnitt sehr eingehend beschrieben. Die Eltern bekommen einen Brief, dass es gemacht werden MUSS, und daher stimmen Sie auch zu …

      Das bestätigt aber auch nicht, dass das Posting kein Fake ist.





      Für Fakes halte ich dagegen:


      1.Beschneidung schützt vor Geschlechtskrankheiten
      2.Beschneidung schützt vor Aids
      3.Beschneidung schützt vor Peniskrebs
      4.Beschneidung schützt vor Harntraktsinfektionen
      5.Beschneidung hat keinen negativen Einfuß auf die Sexualität, ganz im Gegenteil …

      Allerdings sind diese Behauptungen nicht anonym aufgestellt worden. Sind sie deswegen wahrer?
    • Manfred schrieb:

      Allerdings sind diese Behauptungen nicht anonym aufgestellt worden. Sind sie deswegen wahrer?
      Wissenschaftliche Untersuchungen basieren auf der Erhebung von Daten und ihrer Interpretation. In wissenschaftlichen Artikeln wird die Art der Datenerhebung benannt und ihre Interpretation dargestellt. Das ist durchsichtig und nachvollziehbar, und gerade deshalb (!!!) angreifbar. Wie man das angreift, wird weltweit seit Jahren von Intaktivisten wie z.B. auf BvJ demonstriert.
      Dies in einen Topf zu werfen mit anonymisierten Erzählungen aus Foren, die ganz unstreitbar von grossen Zahl von einschlägigen Perverslingen bevölkert werden, kann beim besten Willen nicht angehen. Das nimmt niemand in einer seriösen Diskussion ernst, und man gerät in die Gefahr, sich lächerlich zu machen.

      Es ist nicht auszuschliessen, dass es in unserer Gesellschaft Skandale gibt,deren Aufdeckung ein quasi mafiöses Schweigen ( "Omerta") verhindert, aber dann sollte man darauf investigativen Journalismus ansetzen, und nicht eine brodelnde Gerüchteküche aus zweifelhaften Quellen.
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Manfred schrieb:

      Warum Guys Gründe nichts beweisen
      Genau, sie beweisen nichts. Es sind Indizien, die jeder bewertet, um sich eine "Meinung" zu bilden. Und damit sind wir weit weg von einer evidenzbasierten Information.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • Was netdoktor.at betrifft, bin ich davon überzeugt, dass da exakt EIN Fetischistenspinner rumturnt, der sich immer wieder unter verschiedenen Frauenprofilen anmeldet und da seinen Fetisch von einer " besonders hohen und straffen Beschneidung zur Masturbationsverhütung " zum Besten gibt. Mal nennt er sich " Heidi", mal " Silke" , mal ist er eine Mutter, mal eine Internatserzieherin, aber Sprache und Stil und Inhalt sind immer mehr oder weniger gleich. Gut möglich, dass es sich um einen traumatisierten männlichen Betroffenen handelt, vielleicht auch um einen Fetischist anderer Sorte.

      Es ist sicher richtig, dass in bestimmten Bevölkerungskreisen und bei einigen Frauen die Vorstellung gibt, eine Beschneidung sei " sauberer" und "schütze" vor der angeblich so " schädlichen" Masturbation. Aber was die Beiträge betrifft, um die es hier geht, so ist das mE eindeutig Fetischistensprech. Gerade die Betonung darauf, dass eine Beschneidung " besonders hoch und straff " sein muss, das auch das Frenulum unbedingt mitentfernt werden muss, das ist Terminologie, die man typischerweise auf Fetischistenseiten findet. Da steckt auch " Insiderwissen" dahinter, das im Allgemeinen nur Leute haben, die sich - wie wir hier - sehr intensiv mit dem Thema befasst haben. Die allerwenigsten können zB mit dem Begriff " Frenulum" überhaupt was anfangen, auch die meisten Männer nicht.Und außer uns Beschneidungsgegnern und Betroffenen sind es eben hauptsächlich die Fetischisten, die solches Insiderwissen haben.

      Und jetzt mal ehrlich, ein Internat, dass extra eine " Beschneidungsbeauftragte" bestellt , die nicht mal Ärztin ist ? Wenn ich mir allein so ein Gespräch vorstelle.... " bei der Pflichtuntersuchung haben wir festgestellt, dass ihr Sohn gar nicht beschnitten ist. Darf ich Ihnen kurz die großen Vorteile einer Beschneidung erläutern... ? " Sicher, es kommen die unmöglichsten Dinge vor, aber wie wahrscheinlich ist sowas ? Die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Fetischist seine Fantasien auslebt, ist doch deutlich größer. Und ein Kollegium, dass " besonders stolz" darauf ist, dass 80 % eines Jahrgangs die Schule beschnitten verlässt. Ja klar, da wird dann mit Sekt angestoßen und das voller Stolz ins Zeugnis geschrieben. ;) Als ob der Genitalzustand der Schüler ein großes Thema im Kollegium wäre. Das ist doch lachhaft.

      Und es ist auch etwas ganz anderes, als was Lukas Störmer in " Der Schnitt" beschrieben hat. Da ging es um die voreilige Diagnose einer Phimose, wie das in den 70er und 80er Jahren absolut üblich war. Dennoch kam es nicht zu Reihenbeschneidungen in Internaten.

      Sicher, Beweise für ein Fake sind das alles nicht. Aber das ganze ist so überdreht, dass ich nur dringend davor warnen kann, so was ernstzunehmen. Die Gefahr , sich lächerlich zu machen ist, wie Werner ganz richtig gesagt hat, riesengroß. Und wenn mir jemand das Internat nennen kann, in dem " Silke" arbeitet und /oder sich ein Betroffener meldet, der auf ihre Veranlassung beschnitten wurde, so werde ich hier öffentlich Abbitte leisten. So ich denke, mein Punkt ist klargeworden. Ich bin jetzt raus aus dieser Diskussion.
    • Was mich an der Debatte hier stört: Es ist exakt ein Fetischspinner und das ist natürlich ein Mann. Frauen haben schließlich keine Fetische, die sind asexuell. Und die von mir genannten Fakes sind bekannter weise Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen. Aber weil bei diesen Studien das Ergebnis vorher schon feststand, wurden diese so angelegt, dass das gewünschte Ergebnis auch entsteht. Ein unvoreingenommener Arzt würde nie eine Studie über die Verhinderung von Aids durch eine Beschneidung machen, weil bekannt ist, dass die erste Aids-Epidemie unter Homosexuellen bei einer Beschneidungsrate von über 90% ausbrach.

      Und für mich ist ein Fake ganz einfach eine Falschbehauptung, ein Märchen, ganz egal ob zuerst eine Studie gefälscht werden musste, oder ob die Geschichte gleich ohne den Umweg über eine gefälschte Studie erfunden wird. Und anonym kann man viel sagen, was man sonst in der Öffentlichkeit verschweigt. Mir geht es nicht um das einzelne Posting, sondern um die Tatsache, dass Jungen auch zur Masturbationsverhinderung beschnitten werden. Ob das jetzt ein Promille oder 5 % der Beschneidungen ausmacht, kann ich nicht und sonst auch niemand sagen … und ob jetzt da 10 oder 90% der entsprechenden Postings Fakes sind ist dabei egal.
    • Dass hier jemand seine Vermutungen über die "Fetischspinner" damit begründet hat, dass Frauen asexuell sind und keine Fetische haben, kann ich nicht nachvollziehen.

      Für die These, dass manche Frauen/Mütter was gegen männliche Selbstbefriedigung haben, und einige von ihnen dabei auch an Beschneidung denken oder sie sogar durchführen lassen, spricht einiges. Dass diese Frauen/Mütter mit den "Fetischspinnern" identisch sind, wage ich zu bezweifeln.

      Gefälschte und Untersuchungen, die eine Absicht verfolgen, sollte man nicht in einen Topf werfen. Auch das wäre extrem unseriös. Diese Untersuchungen sind nicht "gefälscht". Das kommt in der Wissenschaft extrem selten vor. Dass die Untersuchungen auf extrem schwachen Füssen stehen, sehen die meisten Wissenschaftler viel schneller als wir. Dass damit eine Absicht verfolgt wird, weiss inzwischen jeder Dödel. Dabei sind es sehr oft gar nicht mal die Wissenschaftler, sondern die Propagandisten und die Presse, die die Ergebnisse zielgerichtet interpretieren und verbreiten. Weder die Authoren der Studie, die kürzlich die Bakterien unter der Vorhaut ausgezählt haben, konnten sich gegen die in der Presse verbreitete Behauptung wehren, damit sei die Beschneidung als HIV-Prophylaxe "bewiesen", noch wurde Bronselaer gehört, der mehrfach darauf hinwies, dass er keinesfalls sexuelle Befriedigung untersucht habe (sondern nur die Sensitivität am Penis).
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.